Troy Arnicke und Andreas Wiesner bei den "Deutschen" in Top-Form
Mit super Leistungen überzeugten Andreas Wiesner (links) und Troy Arnicke (rechts) bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften nicht nur ihre Trainerin Ute Lenz. Es hätte eine Silbermedaille werden können, denn Troy Arnicke präsentierte sich bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in der Form seines Lebens. Doch eine Disqualifikation im Vorlauf über 200 m Brust, bei dem er nach 2:11,65 min. und als insgesamt Dritter der absoluten Spitzenschwimmer anschlug, machte alle Hoffnungen zunichte. "Eine Zeit unter 2:10 min. im Finale wäre mehr als realistisch gewesen, denn es war noch etwas Luft nach oben vorhanden. Und die Zeit hätte dann zur Deutschen Vizemeisterschaft gereicht!" Hier waren sich Troy Arnicke und Trainerin Ute Lenz einig. Und so konnte man beim 1. Paderborner SV die Gründe für die Disqualifikation nicht wirklich nachvollziehen, zumal mit gleicher Begründung gleich vier (!) weitere Schwimmer über 200 m Brust die "rote Karte" erhielten. Aber unter dem Strich herrscht trotz dieses Wehmutstropfens keine Katerstimmung beim 1. PSV.
In der Wuppertaler Schwimmoper konnte sich Troy Arnicke sowohl über 50 m Brust (Vorlauf 0:27,95, Finale 0:27,68 min.) als auch über 100 m Brust (Vorlauf 1:00,95, Finale 1:00,57 min.) mit den Plätzen 5 und 7 hervorragend in den Endläufen platzieren und dabei die bestehenden OWL-Rekorde gleich zweimal je Disziplin verbessern. Eindeutig lässt sich hier ablesen, dass ihm das Training in Paderborn bestens bekommt und er seinen Platz in der deutschen Spitze der deutschen Brustschwimmer zu festigen in der Lage ist.
Auf dem Weg dorthin befindet sich derzeit mit Andreas Wiesner ein weiterer Akteur aus dem Stall "Ute Lenz". Der 17-jährige Schüler steigerte sich von Rennen zu Rennen und verpasste die B-Finals auf den Rückenstrecken jeweils nur denkbar knapp. Mit einer Zeit von 0:25,97 min. über 50 m, 0:56,12 min. über 100 m und 2:04,32 min. über 200 m (Steigerung um fast 2 Sekunden!) stellte er seine Stärke eindrucksvoll unter Beweis und erzielte als jeweils zweitbester Deutscher seines Jahrgangs sowohl über 50 als auch über 200 m neue OWL-Rekorde. Klasse auch seine 0:25,88 min. über 50 m Schmetterling.
Mit vollem Einsatz in den Staffeln und einer tollen Zeit von 1:13,27 min. über 100 m Brust sicherte sich auch Leoni Cramer (14) gute Noten im Notizbuch ihrer Trainerin. Gleiches gilt für Marie Brockhaus (Jahrg. 1998), die über 50 m Rücken (0:27,27 min.) und 50 m Schmetterling 0:30,21 min.) auszeichnete.
Mit Pia Horenkamp und Maike Tweesmann waren die beiden andern Damen aus dem Staffel-Quartett leider nicht so schnell wie noch vor zwei Wochen bei den NRW-Meisterschaften. Auch Florian Traupe konnte sich bei seinen Einzelstarts über 50 und 200 m Schmetterling nicht noch einmal steigern. Timo Heggemann legte die 50 und 100 m Freistil in 0:24,04 (Staffelstart) und 0:53,66 min. zurück und blieb damit im Rahmen der Erwartungen, war knapp schneller als Sprintspezialist Thiemo Rosenow, der die 50 m Freistil in 0:24,12 min. absolvierte.
In den beiden Staffeln über 4 x 50 m Freistil und 4 x 50 m Lagen verbesserten Timo Heggemann, Thiemo Rosenow, Andreas Wiesner und Troy Arnicke die - eigenen - bestehenden Bezirksrekorde um 23/100 Sekunden auf 1:34,69 min. bzw. um 79/100 Sekunden auf 1:42,92 min., so dass die Mannschaft des 1. PSV mit insgesamt sechs neuen OWL-Rekorden aus Wuppertal zurückkehrte.
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