Auch Andreas Wiesner für den Worldcup in Berlin qualifiziert
Andreas Wiesner (links) und Troy Arnicke (rechts) fahren zusammen mit ihrer Trainerin Ute Lenz zum WorldcupVor 8 Jahren war es der PSV-Schwimmerin Janina Gerkens vorbehalten, die heimischen Farben beim Worldcup der Schwimmer in Berlin zu vertreten, seither war es um die Teilnahme Paderborner Akteure beim Stell-Dich-Ein der weltbesten Schwimmer in der Bundeshauptstadt eher ruhig geworden, bis vor wenigen Wochen Troy Arnicke mit einer fantastischen Zeit über 100 m Brust die Qualifikationsnorm unterbot. Dass jetzt mit Andreas Wiesner gleich ein zweiter PSVer die hohe Hürde nahm und sich - in diesem Fall über 50 m Rücken - für das "who is who" im deutschen Schwimmerzirkus qualifizieren konnte, unterstreich einmal mehr die gute Arbeit von Ute Lenz am Beckenrand der Paderborner Schwimmoper. Beim Internationalen Team-Cup auf der 25 m-Bahn in Gelsenkirchen nutzte Andreas Wiesner die letzte Chance, sich für Berlin zu qualifizieren. Nach einem längeren krankheitsbedingten Trainingsausfall in der vergangenen Saison lief schon bei den ersten Starts nach der Sommerpause alles etwas besser für den 17-jährigen Schüler aus Geseke. Bei dem mit 21 deutschen und einem norwegischen Club bestens besetzten Wettkampf in Gelsenkirchen legte Andreas Wiesner die 50/100 m Rücken in fantastischen 0:26,34/0:57,46 min. zurück und belegte damit in seinem Jahrgang die Plätze zwei und eins, im offenen Finale über 100 m landete er gar auf Rang 5. Mit der hier erzielten Zeit löste er dann sein Ticket nach Berlin.
Troy Arnicke hatte ja bereits im Vorfeld die Norm für einen Start über 200 m Brust in Berlin unterboten und machte jetzt auch für 100 m klar. In Gelsekirchen siegte er in der offenen Klasse mit großen Vorsprung in 1:01,27 min. und schob sich damit sogar an die zweite Stelle der aktuellen deutschen Bestenliste über 100 m Brust!
Weitere feiner Ergebnisse lieferten in der "Schalke-Stadt" die 19-jährige Meike Tweesmann, die jetzt wieder für den 1. PSV startberechtigt ist, über 50 m Schmetterling (0:28,89 min.), die um drei Jahre jüngere Marie Brockhaus in der gleichen Disziplin und guten 0:30,40 min. sowie Timo Heggemann und Florian Traupe über 200 m Freistil in 1:57,57 bzw. 2:00,41 min. ab.
Nicht unbedingt die besten Wettkampfbedingungen fand die große Mannschaft des 1. Paderborner SV vor, die am 30. Koenen Gedächtnisschwimmen im gleichnamigen Hallenbad in Lippstadt teilnahm. Kleine Startblöcke, die keinen "Schrittstart" zuließen, relativ glatte Wände (Abrutsch-Gefahr bei den Wenden) und unter Wasser liegende Trennleinen, die für einen hohen Wellengang sorgten forderten alle Motivierungskünste der Trainerin. Dass trotz dieser äußeren Verhältnisse bei Troy Arnicke eine Zeit von 1:01,74 min. über 100 m Brust und bei Andreas Wiesner eine 0:26,57 min. über 50 m Rücken dabei herauskam, war umso erstaunlicher. Auch Maike Tweesmann scheiterte mit 1:00,44 min. über 100 m Freistil nur knapp an der Schallgrenze und zeigte sich dabei sehr gefestigt.
In Hochform präsentierte sich auch Albert Luzenko (Jahrg. 2001) mit einer 0:32,96 über 50 m Freistil und insgesamt 5 Siegen in seiner Altersklasse. Noch erfolgreicher waren Isabelle Scheller mit 7 siegreichen Starts, Louis Pietsch mit 6 Siegen sowie Andreas Wiesner mit 5, Maike Tweesmann, Pia Horenkamp, Vanessa Hansmann, Viktoria Peters, Hannah Mertens und Troy Arnicke mit jeweils 4 Siegen. Mit bis zu drei ersten Plätzen trugen Maximilian Maise, Henrik Böttger, Artur Luzenko, Robin und Marie Brockhaus, Jan Fabian Klute, Jessica Brockmeyer, Pia Lück, Julia Lalla, Hannah Marie Flüter, Thieme Rosenow, Timo Heggemann, Philipp Hertel, Max Horsthemke, Moritz Schröer, Lorenz Senn, Florian Lüchow, Maximilian Schmidt, Richard Lieder, Felix Kleiner, Amanda Küting, Leonie Cramer, Jana Michna, Linda Landwehr, Meret Böttger, Tiziri Nait-Challal, Emelie Pfuhle, Robert Kesselmeier, Nana Bandzius, Saskia Rips und Felix Kleiner zum guten Mannschaftsergebnis des 1. PSV bei. Im Übrigen erzielten die Paderborner Akteure insgesamt 1.572 Punkte und gewannen damit eindeutig den Team-Pokal vor dem SV Hagen 94 (590 Punkte), der SG Essen (498 Punkte) und den anderen 12 Clubs aus dem Bereich des Schwimmverbandes NRW.
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