LC Paderborn erfolgreich bei der Westfalenmeisterschaft
Dortmund. Äußerst erfolgreich startete für den LC Paderborn die Meisterschaftssaison in der Halle – er holte bei den Westfalenmeisterschaften der Männer, Frauen und B-Jugend in Dortmund einen Titel und 4 Vizetitel.
Über den Titel des Westfalenmeisters konnte sich Johann Gerok im Kugelstoßen freuen. Er gewann mit sensationellen 16,06 Metern und stieß damit zum ersten Mal in der Hallensaison über 16 Meter. Trainer Wladimir Diesendorf zeigte sich sehr erfreut über die Leistungsentwicklung seines Athleten und traut ihm auch einiges bei den kommenden Deutschen Meisterschaften zu.
Neben dem Titel durch Johann Gerok gab es noch vier Vizetitel durch Inna Weit, Christian Noll, Elena Reichold und Maximilian Maciejewski sowie vier Bronzeränge durch Arthur Kleiber, Britta Tomkel , Nils Kappeller und Alexander Jax zu feiern.
Inna Weit konnte über 200 Meter nur durch Christina Haack vom TV Gladbeck geschlagen werden. Trotz eines Strauchlers in der Kurve konnte sie eine hervorragende Zeit von 24,81 Sekunden verbuchen. Über 60 Meter qualifizierte sie sich mit tollen 7,74 Sekunden für das Finale der besten Acht, wo sie in 7,77 Sekunden Sechste wurde. Auch Britta Tomkel und Meike Schmitz erreichten dieses Finale. Britta Tomkel wurde mit starken 7,68 Sekunden sogar Vierte und Meike Schmitz in 7,87 Sekunden Siebte. Im B-Finale erreichte Sabrina Wokittel in neuer Persönlicher Bestleistung von 7,94 Sekunden Rang vier, Janna Rohde kam hier in 8,02 Sekunden auf Rang acht. Diese tollen Sprintergebnisse zeigen, dass das Training des neuen Sprint- und Sprungtrainer Thomas Prange gute Früchte trägt. Auch die männlichen Sprinter brauchten den Vergleich mit den Damen nicht zu scheuen. Allen voran Christian Noll, der in einem starken Rennen über 200 Meter die Ziellinie nach 23,19 Sekunden überquerte. Damit errang er einen tollen zweiten Platz. Gast-LCer Julius Uelschen nutzte die Baseballpause um an seiner Sprintstärke zu arbeiten und startete ebenfalls über 60 Meter. Hier verbesserte er seine persönliche Bestleistung auf 7,06 Sekunden, womit er sich die Teilnahme am B-Finale sicherte, wo er guter Fünfter wurde. Christina Wolf kam mit seinem Vorlaufsieg sogar in A-Finale und wurde hier in 7,13 Sekunden Siebter. Ebenfalls in Finale über 60 Meter zogen die Nachwuchssprinter Christian Noll, Maximilian Maciejewski und Alexander Jax. Christian Noll wurde dabei in 7,31 Sekunden Siebter im A-Finale, Maximilian Maciejewski Zweiter im B-Finale (7,37 Sekunden) und Alexander Jax Vierte (7,42 Sekunden).
Doch die Sprinterinnen und Sprinter zeigten auch Weitsprung ihr Können. Vorjahressiegerin Elena Reichold musste sich lediglich der Jugendolympiasiegerin des vergangenen Jahres Lena Malkus geschlagen geben und kam mit guten 5,75 Metern auf Rang zwei. Einen Platz dahinter platzierte sich Britta Tomkel, die sich leider im vierten Versuch verletzte, mit ihren gesprungenen 5,73 Metern aber sehr zufrieden war. Dritte Springerin im Bunde der Frauen war Janna Rohde, die mit 5,47 Metern Platz fünf belegte. Bei den B-Jugendlichen konnte Maximilian Maciejewski seine persönliche Bestleistung auf 6,76 Meter steigern und jubelte nach dieser starken Weite auch noch über den Vizemeistertitel.
Hochspringer Nils Kappeller konnte sich nach seiner langen Verletzungspause wieder der 2-Meter-Marke nähern. Er wurde mit guten 1,93 Metern guter Dritter, hatte aber Pech, dass er seinen ersten Versuch über 1,90 Meter gerissen hatte, denn auch der Erste und Zweite konnten „nur“ die 1,93 Meter überqueren, hatten aber weniger Fehlversuche bei den vorherigen Höhen. Ebenfalls über Bronze konnte sich Mehrkämpfer Arthur Kleiber freuen. Arthur Kleiber hatte aufgrund seines Maschinenbaustudiums sportlich kürzer treten müssen und konnte so nach langer Abwesenheit erstmal wieder eine Westfalenmeisterschaft bestreiten. Hier startete er in einer seiner Paradedisziplinen – dem Stabhochsprung: Er überquerte dabei gute 4,50 Meter, womit er selber noch nicht ganz zufrieden war, da es im Training schon einige Male über 4,70 Meter gegangen war. Trainer Wladimir Diesendort sieht da aber genauso wie bei seinem Schützling Alexander Jax noch Potential. Alexander Jax konnte sich nämlich im Kugelstoßen über Platz drei mit 13,89 Metern freuen, war sich aber auch sicher, noch weiter stoßen zu können. Auch Mehrkämpfer Christian Herrmann startete in seiner Lieblingsdisziplin, dem Hürdenlauf. Hier wurde er in schnellen 8,81 Sekunden Fünfter. Marius Heitjohann, der wegen Rückenproblemen eigentlich auf seinen Start verzichten wollte, zeigte sich dann aber doch kämpferisch und startete ebenfalls über 60 Meter Hürden (Platz 4 in 8,65 Sekunden) und im Kugelstoßen (Platz sieben mit 13,13 Metern).
Ein weiterer Garant für gute Leistungen waren einmal mehr die Mittelstreckler von Michael Krusemark. Carolin Zinn hatte sich einmal mehr für zwei Starts – 800 Meter und 1500 Meter entschieden. Dabei errang sie bei beiden Läufen einen tollen vierten Platz. Über 800 Meter blieb die Zeit dabei nach 2:20 Minuten stehen und über 1500 Meter bei 4:44 Minuten. Bei den B-Jugendlichen sicherte sich Carolin Forell über 800 Meter einen guten fünften Rang. Dabei konnte sie ihre Leistung, die sie genau eine Woche zuvor an gleicher Stelle erreicht hatte, um 3 Sekunden auf 2:28 Minuten steigern. Ihre männlichen 800-Meter-Kollegen Sven Mettner und Christian Scharf erreichten in 2:01 Minuten und 2:04 Minunten das Ziel und kamen somit auf Rang sechs und sieben. Einen richtigen Dreikampf musste dabei in Dortmund ihr Mittelstrecken Trainer Michael Krusemark. Neben dem Heimtrainer für den LC Paderborn musste er sich noch um seinen weiblichen Laufkader kümmern und durfte als Disziplintrainer auch nur Urkunden für die Mittelsteckenläuferinnen verteilen.
Abgerundet wurde das tolle Gesamtergebnis durch die Leistungen von Sarah Noll, Sarah Born und Marie-Sophie Albrecht.
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