Webmoebel Baskets verlieren 73:75 bei den Saar-Pfalz-Braves
Homburg/Paderborn (som). Viel mehr Spannung geht nicht: Die Webmoebel Baskets haben gestern gegen die Saar-Pfalz-Braves 14:27 zurückgelegen. Nach einer furiosen Aufholjagd haben die Paderborner dann mit zehn Zählern geführt, 30 Sekunden vor Schluss aber die entscheidenden Punkte zum 73:75 (12:21, 27:37, 52:56) kassiert.
»Heute fehlte eben das Glück, das wir gegen Osnabrück zum Schluss hatten«, sagte Baskets Co-Trainer Andreas Barthel. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison ließ dessen Team das erste Viertel komplett an sich vorbeiziehen. Daniel Lieneke hatte die Gäste zwar 2:0 in Führung geworfen, danach gingen die Saar-Pfalz-Braves aber mit 9:2 voraus (6.) und bauten diesen Vorsprung kontinuierlich aus. Gleichzeitig verteidigten die Hausherren stark.
»Uns hat am Anfang die Intensität gefehlt. Einzig KJ hat uns in der ersten Halbzeit am Leben gehalten«, wusste Barthel, bei wem er sich bedanken musste. Kejuan »KJ« Johnson war mit 25 Punkten Top-Scorer der Baskets, hatte zum Seitenwechsel 13 Zähler. Trotzdem lag sein Team mit 12:21 zurück.
Das zweite Viertel gestaltete sich noch deutlicher: In der 13. Minute hatten die Braves ihren Vorsprung auf 13 Zähler (25:12) ausgebaut. Zum Seitenwechsel hieß es aus Sicht der Baskets 27:37. Thomas Glasauer musste mit einer Neuner-Rotation spielen. Benjamin Fumey konnte nach Beschwerden an den Weißheitszähnen noch nicht in den Kader zurückkehren, zudem fehlt weiterhin Ole Wendt.
Zehn Punkte Rückstand zur Pause sind zu packen. Keine Frage. Die Paderborner fanden ihren Rhythmus, spielten ihr Tempo und Burns und KJ brachten sie auf 32:39 heran. Zwar fühlten sich die Hausherren sicher - die weite Anfahrt, das kräftezehrende Spiel am Freitag musste die Paderborner doch wohl geschwächt haben - doch unterschätzen sollte man die Baskets nie. Auf einmal drehten KJ, Samarco und Burns auf und brachten ihr Team auf drei Zähler heran (52:55, 29.). Hoppla, die Braves wurden nervös und nahmen eine Auszeit. Trotzdem gewannen sie das dritte Viertel, wenn auch knapp 56:52. Nicht zuletzt dank Steven Cramer, der von seinen 19 Punkten allein 17 in Halbzeit zwei erzielte.
Dann waren die Baskets da: Nach rasanter Aufholjagd brachten Martin Samarco und Burns mit einem Dreier die 63:56-Führung. Nach 34 Minuten stand wieder der Zehn-Punkte-Abstand, allerdings in umgekehrter Richtung: Dieses Mal führten Hampton und Co. 68:58. Die vermeintliche Wende in einem temporeichen Spiel, das zum Schluss an den Kräften von Glasauers Mannen zehrte. Die Hausherren verwandelten 32 Sekunden vor Schluss den Rückstand nach zwei Freiwürfen in eine 75:73-Führung. Martin Samarco hatte den siegbringenden Dreier noch in der Hand, sein Wurf sieben Sekunden vor Schluss ging aber knapp vorbei.
Webmoebel Baskets: Burns (18), Johnson (25), Spöler (8), L. Wendt, Roemer (4), Hampton (4), Samarco (12), Malinowski, Lieneke (2)
Westfalenblatt-Artikel vom 24.01.2011
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