Baskets nicht zu bremsen
Pad
erborn (WV). Die Webmoebel Baskets sind nicht zu stoppen. Am Freitagabend setzten sie sich auch gegen die Girolive Ballers Osnabrück mit 93:86 (41:38) durch und buchten den fünften Heimsieg in Serie. Den acht Saisonniederlagen stehen nun acht Erfolge gegenüber. Der Fehlstart mit einem Sieg in den ersten acht Spielen ist so endgültig wie eindrucksvoll wettgemacht.
Eine Woche nach dem Spaziergang zum Sieg gegen Cuxhaven (99:62) mutete diese Partie für Pro A-Verhältnisse aber wie das Besteigen des K2 an. Schon in den lediglich zwei Wochen unter dem neuen Coach Thorsten Leibenath scheinen die Gäste eine Menge in Sachen Defensivarbeit gelernt zu haben. Deren laut Statistik abstiegsreife Verteidigung bereitete den Gastgebern erhebliche Probleme und brachte die Angriffsmaschinerie des Teams von Thomas Glasauer gewaltig ins Stocken. Da sich Osnabrück in der Offensive auf die Nahdistanz-Fähigkeiten seines kanadischen Nationalspielers Jevohn Shepherd (15 Punkte vor der Pause) verlassen konnte, geriet der BBL-Absteiger vor 1500 Fans sogar mit 10:21 in Rückstand (10.).
Aber Osnabrück hat »Air Kanada« und Paderborn »KJ«. KeJuan Johnson führte die Seinen in den zweiten zehn Minuten aus dem Tal, glänzte bis zur Halbzeitsirene mit 14 Zählern sowie einem spektakulären Alley-oop-Anspiel auf Lieblingspartner Trey Hampton. Das war das 30:32. Einen Spielzug später glich Ben Spöler mit einer energischen Aktion gegen seinen Zwillingsbruder Tom aus und fortan war wieder alles offen - jetzt mit leichten Vorteilen für die Baskets, die beim Seitenwechsel mit drei Punkten vorne lagen.
Nahezu unverändert gestaltete sich die Lage zehn Zeigerumdrehungen später. Das Polster (64:62) war noch nicht der Rede wert. Kurz danach drohte den Baskets sogar wieder da Absturz, nachdem innerhalb weniger Sekunden erst Johnson und dann Spöler ihr viertes Foul kassiert hatten und sich das Fehlen der verletzten Benjamin Fumey und Ole Wendt entscheidend bemerkbar zu machen schien. Doch Heißsporn »KJ« und den Center ließen in der längst brodelnden Maspernhölle auch diese Probleme kalt. Mit einem Dreier von Johnson und zwei Freiwürfen von Spöler zogen die Hausherren auf 85:76 davon und gaben diesen Vorsprung nicht mehr her. Auch nicht, als sich Johnson und Spöler eine Minute vor dem Ende dann mit dem Fünften tatsächlich auf die Bank verabschiedeten.
»Sowohl Ole als auch Benni haben uns sehr gefehlt. Das war nicht zu übersehen. Dass wir diese Probleme und das erste schwächere Spiel von Martin Samarco kompensiert haben, spricht für eine starke Teamleistung«, sagte Glasauer.
Webmoebel Baskets: Hampton (14), Burns (14), Lieneke (6), Johnson (29), Malinowski (4), Spöler (8), Lars Wendt (6), Samarco (4), Roemer (8),
Westfalenblatt Artikel vom 22.01.2011
Top-Leichtathletik







