Keine Tore in Paderborn: Schubert ist zufrieden, Sasic nicht

Paderborn (WB). Knorrig und kompromisslos: So kennt die Liga den Duisburger Trainer Milan Sasic. Wenn ihm etwas nicht gefällt, dann sagt es der 52-Jährige auch. Direkt und ergebnisunabhängig. Wie nach dem 0:0 in Paderborn.

»Unser Spiel war ja gar nicht so schlecht, wie ich es gesehen habe«, knurrte Sasic in der Pressekonferenz und las dann genüsslich aus der aktuellen Statistik vor: »52 Prozent Ballbesitz, 53 Prozent der Zweikämpfe gewonnen und 63 Prozent unserer Pässe sind gelungen.« Das Papier legte er dann aber schnell zur Seite und stellte fest: »Für mich gibt es heute trotzdem keinen Grund, meiner Mannschaft ein Kompliment zu machen.«
Das konnte aber Andre Schubert. Paderborns Fußballlehrer hatte seine Elf auf drei Positionen umgestellt. Die verletzten Markus Krösche (Knie-OP) und Daniel Brückner (Riss des Syndesmosebandes) wurden durch Markus Palionis und Jens Wemmer ersetzt, Toni Wachsmuth musste seinen Platz in der Abwehrreihe für Christian Strohdiek räumen.
Schubert tauschte aber nicht nur Spieler aus, er veränderte auch die Positionen. So nahm Ersatzkapitän Mohr auch Krösches Platz im defensiven Mittelfeld ein. Mit Christian Strohdiek (22) und Markus Palionis (23) in der Innenverteidigung vertraute Schubert dazu einem ganz jungen Duo im Abwehrzentrum. Das Resultat konnte sich vor allem im ersten Abschnitt sehen lassen: Der SC Paderborn stand defensiv kompakt und schaltete offensiv schnell um.
Nur am Abschluss haperte es. Die beste Möglichkeit ließ Sören Brandy (18.) aus. Nach Pass von Philipp Heithölter steuerte er allein auf Duisburgs Keeper David Yelldell zu, spielte den Ball aber technisch schlecht am Schlussmann vorbei und vergab kläglich. Eine ähnliche Szene hatte der eingewechselte Nico Klotz (72.) im zweiten Abschnitt. Wieder war Heithölter der Ausgangspunkt, wieder war auch hier war das Ende zum Haare raufen: Paderborns schnellster Sprinter hatte sich den Ball zu weit vorgelegt.
Die Tür zu einem Paderborner Tor blieb zu, dennoch war das 0:0 gerecht, weil die Gäste die beste Chance vergaben. Nach Flanke von Sahan versuchte es der ebenfalls eingewechselte Sefa Yilmaz (69.) direkt, traf aber nur die Latte. »Das hatte wieder etwas mit Fußball zu tun«, meinte Sasic über das Spiel seiner Mannschaft im zweiten Durchgang. Warum es trotzdem nicht zu einem Dreier reichte, erklärte er so: »Den Gegner muss man erst bekämpfen und danach dominieren. So kann ich siegen. Wir haben heute zwei Stufen übersprungen und wollten nur siegen.«
Das galt im Besonderen für Duisburgs Vorstellung in der ersten Hälfte. Die Gäste hatten eine einzige Tormöglichkeit. Und die auch nur, weil Sören Gonther zum Wiederholungstäter wurde, einen Rückpass auf Torhüter Daniel Masuch wie schon bei der 0:4-Heimpleite gegen die SpVgg Greuther Fürth zu kurz zurückspielte und damit Stefan Maierhofer ins Spiel brachte. Den Schuss des Mittelstürmers konnte Palionis zur Ecke lenken. »Wenn es dumm läuft, verlieren wir das Spiel«, war Schubert am Ende zufrieden. Auch, weil hinten die Null stand. Nach zuletzt neun Gegentoren in 270 Minuten der auffälligste Schritt nach vorn.
Milan Sasic konnte, wie erwähnt, mit den Statistiken zum Spiel nicht viel anfangen. Was Andre Schubert von dem Zahlenwerk hält, verriet er im Presseraum auch: »Rein statistisch gesehen ist jeder dritte Mensch auf der Erde ein Chinese. Ich sehe hier keinen.« Sportseite 4

Artikel vom 13.12.2010



1. Bundesliga
6 * Deutscher Meister
Europacupgewinner (B-Pool)



webmoebel-baskets 2. Basketball Bundesliga
Pro A




Top-Schwimmsport




Bundesliga
Schießsport