94:89 - vierter Baskets-Sieg in Serie

webmoebel-baskets Paderborn (en). Die BG Göttingen hat mit ihm in der BBL reichlich Angst und Schrecken verbreitet - der Guard-Terror. Jetzt terrorisieren die Webmoebel Baskets in bester BG-Manier eine Liga tiefer die Konkurrrenz. Am Samstag bekamen das die Crailsheim Merlins zu spüren. Die unterlagen dem Erstliga-Absteiger mit 89:94 und sahen im zweiten und dritten Viertel kein Land.
Bevor die kleinen Spieler der Baskets zu ganz großer Form aufliefen, waren es allerdings die Merlins, die die Begegnung dominierten. »Im ersten Viertel hat sich mein Eindruck aus der zweiten Hälfte der Trainingswoche bestätigt: Da war die Stimmung nach drei Siegen in Folge schon fast zu gut, zu locker, zu gelöst. Da fehlte es an der nötigen Anspannung und so sind die Jungs dann auch ins Spiel gegangen«, sagte Headcoach Thomas Glasauer. 30:14 führte Crailsheim nach der verheerenden Anfangsphase, ehe sich zweimal Entscheidendes ereignete.
Erst knickte Crailsheims bisheriger Topscorer Kameron Gray so heftig um, dass die Partie für ihn gelaufen war, dann griff Glasauer in die Taktik-Trickkiste, schickte fortan vier Guards gleichzeitig aufs Parkett und die spielten die Gastgeber nichts anderes als an die Wand. Mit 33:21 und 33:20 gingen die beiden folgenden Viertel an Paderborn. So wurden aus 16 Punkten Rückstand bis zur 34. Minute satte 14 Punkte Vorsprung (87:73). »66 Punkte in 20 Minuten sind ein Wort. So schnell wie in den beiden Vierteln haben wir in dieser Saison noch nicht gespielt. Da haben wir Crailsheim komplett abgewürgt«, sagte der Übungsleiter. Leidtragende dieser aggressiven Art waren neben den Merlins auch Trey Hampton und Daniel Lieneke. Hampton musste sich mit sechs Minuten Einsatzzeit begnügen, weil die drei Ausländer-Plätze in der Baskets-Fünf nahezu ausschließlich von drei US-Guards belegt wurden. Lieneke blieb sogar komplett auf der Bank, weil Glasauer auf den schnelleren Dominik Malinowski setzte und der eine Partie ablieferte, nach der ihm der Trainer einen »super Job« attestierte. Malinowski brachte es in zehn Minuten auf fünf Punkte, leistete aber vor allem beeindruckende Defensivarbeit. Noch stärker agierten nur der Zweitliga-Topscorer KeJuan Johnson und Draelon Burns. »Draelon hat ein Hammer-Spiel gezeigt und KJ wieder einmal das Rundum-sorglos-Paket abgeliefert«, sagte Glasauer. Burns brachte es auf 22 Punkte und acht Rebounds, Johnson auf 28 Zähler, fünf Rebounds, sechs Assists und fünf Steals und das bei einer Trefferquote von 62,5 Prozent aus dem Feld. Kein Zufall. »Die Jungs verstehen mehr und mehr, was und wie wir spielen wollen. Die Wurfauswahl hat sich immens verbessert und entsprechend besser ist die Quote«, sagte Glasauer. 55,7 Prozent der Versuche aus dem Feld fanden den Weg in den Korb - eine neue Baskets-Bestmarke in dieser Saison. So war es dann auch zu verkraften, dass es im zwölften Spiel zum zwölften Mal nichts damit wurde, das Reboundduell (33:33) für sich zu entscheiden. Viel wichtiger ist, dass der Guard-Terror den fünften Sieg im zwölften Saisonspiel beschert hat.

Artikel vom 13.12.2010



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