PSC gewinnt 4:0 und 3:1
Sechs Mal Europapokalsieger, acht Mal Deutscher Meister. Erfolge satt. Der Paderborner Squash-Club sammelt Siege wie andere Briefmarken. Da muss der Hunger doch irgendwann mal gestillt sein? Denkste. Auch in die neue Bundesliga-Saison ist der PSC wieder perfekt gestartet - drei Spiele, drei Siege.
Dem Auftaktsieg gegen Worms ließ der Titelverteidiger an diesem Wochenende ein freitägliches 4:0 gegen den 1. Bremer SC und ein sonntägliches 3:1 im Court von Squash-Insel Stuttgart folgen. Zusammen mit den auch verlustpunktfreien Koblenzern steht Paderborn wieder da, wo Paderborn eigentlich immer steht - ganz oben. Und doch ist nicht alles wie immer. Zumindest für einen Paderborner nicht: Norman Junge ist zu dieser Saison vom 1. Bremer SC zum PSC, von der Weser an die Pader gewechselt und kommt nun erstmals in den Genuss, auf alle Ligakonkurrenten herabschauen zu können. »Das ist ein gutes Gefühl. Besser hätte es nicht laufen können. Worms und Stuttgart sind aus meiner Sicht unsere größten Konkurrenten, deswegen war ich davon ausgegangen, dass wir uns schwerer tun würden«, sagte der 21-Jährige. Der weiß, was bei seinem neuen Arbeitgeber gefordert wird, und hat nach drei Auftritten ebenfalls eine 100-prozentige Erfolgsquote vorzuweisen: drei Einzel, drei Siege. Am Freitag gegen Bremen buchte Junge sogar einen Doppelsieg - gegen Heiko Schwarzer und gegen die Nervosität. Immerhin hatte es der Spielplan so gewollt, dass es den ersten Auftritt vor dem Paderborner Publikum ausgerechnet gegen seinen Ex-Club zu absolvieren galt. »Ich war schon etwas nervös, habe das aber ganz gut in den Griff bekommen und zumindest kämpferisch ein ganz ordentliches Spiel abgeliefert«, sagte Junge. Beim 3:1 gegen Heiko Schwarzer gab der Squash-Profi den zweiten Durchgang ab, legte dann aber mit dem hauchdünnen 12:10 im dritten den Grundstein für seinen ersten Heimsieg. Nach knapp 40 Minuten war's geschafft. »Heiko und ich kennen uns sehr gut. Jeder weiß genau, wie der andere spielt. Deswegen sind die direkten Duelle zwischen uns immer eine schwierige Angelegenheit«, sagte der Neu-PSCer, der sich zwei Tage später gegen Stuttgarts Moritz Dahmen ungleich leichter tat. Beim 11:3, 11:7 und 11:7 ließ Junge seinen Konkurrenten ziemlich alt aussehen: »Gegen Patrick Gässler, der angeblich wegen eines Hexenschusses nicht spielen konnte, wäre ich bestimmt mehr gefordert worden. Moritz hatte sicherlich nicht seinen besten Tag«, sagte Paderborns Nummer drei und die Nummer sechs der deutschen Rangliste. Die Drei und die Sechs sind allerdings zwei Zahlen, die Norman Junge nur am Rande interessieren. Er ist nach Paderborn gekommen, um mit dem PSC die Nummer eins zu sein. Der Erfolgshunger ist natürlich noch längst nicht gestillt.
Artikel vom 15.11.2010
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