Baskets verlieren weiter - Hillesland weg

webmoebel-baskets Paderborn (pk). Die Talfahrt der Webmoebel Baskets aus Paderborn hält an. Am Samstag verlor der BBL-Absteiger beim UBC Hannover mit 80:89 und kassierte die fünfte Niederlage in Folge.
Eine Niederlage mit Konsequenzen, wie Sportdirektor Dirk Happe gestern erklärte. In einem Treffen mit Teammanager Thorsten Schröder, Headcoach Artur Gacaev und Präsident Wolfgang Walter am Sonntagmorgen wurde beschlossen, dass ein Spieler für die Außenposition nachverpflichtet werden soll. Stattdessen hat sich der Verein von Forward Zach Hillesland getrennt. »Zach ist ein Supertyp, aber er konnte den hohen Anforderungen nicht gerecht werden«, sagt Happe und begründet die Nachverpflichtung so: »Wir haben unserer jungen Mannschaft drei Auswärtsspiele Zeit gegeben. Hätten wir von den Partien in Jena, Heidelberg oder Hannover zwei gewonnen, wären wir im Soll gewesen. Auch ein Erfolg wäre okay gewesen, aber jetzt haben wir den Worst Case und wollen nicht so lange warten wie in der abgelaufenen Saison.«
Da stand am Ende der Abstieg, einen weiteren soll es unter keinen Umständen geben. »Es ist das oberste Gebot, nicht abzusteigen«, sagt Happe. Damit korrigiert er indirekt die vor der Saison ausgegebene Parole, mehr Spiele zu gewinnen als zu verlieren, sagt aber auch: »Wir haben sechs Spiele absolviert und noch 24 vor uns. Da ist er schwer, ein Gesamtziel anzusprechen.« Sorgen macht sich der Sportdirektor nicht nur aufgrund der Leistung des eigenen Teams, sondern auch, weil er die Liga anders eingeschätzt hat. »Es stehen Mannschaften oben wie Hannover oder Jena, mit denen ich nicht gerechnet habe. Am Wochenende besiegt Würzburg die Bayern und Essen gewinnt gegen Karlsruhe Das zeigt, dass jeder jeden schlagen kann und das macht es für uns noch schwerer, unten rauszukommen.«
Dass dieses Vorhaben mit Artur Gacaev umgesetzt wird, daran lässt Happe auch nach der Schlappe in Niedersachsen keine Zweifel. »Ich habe mit Spielern gesprochen, es gibt einen Riesenunterschied zum Vorjahr unter Olaf Stolz. Das Verhältnis zwischen Trainer und Mannschaft ist gut, die Spieler sind auch mit dem Training sehr zufrieden«, sagt Happe und stützt seinen Coach.
An Gacaev lag es sicher nicht, dass die Baskets auch in Hannover verloren, nach Happes Sicht in erster Linie auch nicht an Hannover, die die Baskets in der Vorbereitung deutlich besiegt hatten. »Es ist immer schwierig, nach einer Niederlage zu sagen, dass der Gegner nicht gut war, aber wir haben uns selbst geschlagen. Wir spielen einfach zu sehr mit Höhen und Tiefen und haben keine Konstanz. Außerdem haben wir viel zu viele Punkte zugelassen. Wenn du den Gegner bei 70 hälst wie gegen Jena oder Cuxhaven, hast du immer eine Chance. Aber bei 89 Punkten wie in Hannover ist das problematisch. Natürlich fehlen uns mit Kyle Roemer und Ben Spöler zwei Leistungsträger, aber das kann keine Entschuldigung sein«, so Happe. Wieder mussten die Paderborner einem Rückstand hinterherlaufen, gingen mit einem Kraftakt im dritten Viertel sogar in Führung, doch am Ende reichte es nicht zum zweiten Saisonsieg.

Westfalen-Blatt Artikel vom 01.11.2010



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