Baskets verlieren in Jena mit 68:71

webmoebel-baskets Paderborn (en). Das Ende ist das gleiche wie in den drei Partien zuvor: Die Baskets kassieren mit dem knappen 68:71 (30:31) bei Science City Jena am fünften Pro A-Spieltag die vierte Niederlage in Folge. Und doch ist nicht alles gleich, denn Coach Artur Gacaev darf von einem Aufwärtstrend sprechen. Ersatzgeschwächt haben die Seinen zwei Sekunden vor Schluss den Sieg in der Hand.
Zu diesem Zeitpunkt führt Jena mit 69:68, aber Paderborns Playmaker KeJuan Johnson hat den Ball. Zwei Punkte und die Niederlagenserie ist beendet - das sogar ohne die verletzten Kyle Roemer und Ben Spöler. Doch »KJ« kommt nicht zum Abschluss, sondern kassiert ein (fragwürdiges) Offensivfoul. Statt der Sieg bringenden Paderborner Punkte gibt es zwei Freiwürfe für Jena, mit denen Larry Cunningham den Sieg besiegelt. Bezeichnenderweise.
Die Gastgeber verwandelten 16 ihrer 19 Versuche von der Linie und damit respektable 84,2 Prozent, die Gäste nur 12 ihrer 23 Versuche und damit inakzeptable 52,2 Prozent. Die Entscheidung. »Wir haben dieses Spiel nicht verloren, weil Kyle und Ben gefehlt, sondern weil wir unsere Freiwürfe nicht getroffen haben. Die Quote ist eine Katastrophe. Wenn wir nur zwei mehr verwandelt hätten, wären wir der Sieger gewesen«, sagte Artur Gacaev.
Bis zum Zwischenstand von 26:11 (11.) für Jena schien Paderborn für die Rolle des am Ende Jubelnden mal wieder nicht in Frage zu kommen. Doch dem schwachen Auftakt folgte ein starkes zweites Viertel. »Da haben sich die Jungs mit aggressiver Verteidigung und der Presse wieder ins Spiel zurückgekämpft«, sagte der Coach, den in dieser Phase vor allem Lars Wendt zu überzeugen vermochte: »Lars hat nicht nur viel gespielt, sondern auch stark gespielt, in der Defense sehr viel Druck gemacht.« Stolze 32:42 Minuten stand dieser eine Wendt auf dem Parkett. Der andere, Zwillingsbruder Ole, zehn Minuten weniger (21:25), aber die nutzte der in der Offensive umso effizienter. Zwölf Punkte und nur ein Fehlwurf aus dem Feld (6/7) bescherten auch ihm ein Sonderlob vom Trainer: »Ole hat ein richtig gutes Spiel gemacht.« Die Leistung auf den kleinen Positionen - Johnson und Ole Wendt brachten es zusammen auf 39 Punkte - stimmte. Der Ausfall Kyle Roemers wurde überzeugend kompensiert. Die Großen indes spielten in Abwesenheit von Ben Spöler gar nicht groß auf. Neben den Freiwürfen schmerzte daher vor allem die neuerliche Unterlegenheit bei den Rebounds (29:42). Und doch fiel Gacaevs Fazit - abgesehen vom unbefriedigenden Ausgang natürlich - positiv aus: »Wir haben zwei Schritte nach vorne gemacht. Der eine ist, dass die Jungs endlich mal begriffen haben, dass wir in der Offensive nur zum Erfolg kommen, wenn wir die Systeme ausspielen und vor allem zusammen spielen. Der zweite ist, dass die Einstellung in der Defense gestimmt hat. Nur deshalb hatten wir bei einer so heimstarken Mannschaft wie Jena bis zum Schluss eine Siegchance.« Den Aufwärtstrend wollen die Baskets am nächsten Samstag bei den UBC Tigers Hannover bestätigen. Allein das Ende soll dann endlich mal wieder ein anderes sein.

Artikel vom 25.10.2010



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